Akupunktur
Arthroskopie
Atlastherapie
Chirotherapie
Meniskus
Minimal-invasive-Wirbelsäulen-Intervention
Neuraltherapie
Osteodesitometrie
(Knochendichtemessung mittels Lunar DPX)
Osteoporose
Pathogenese
Podometie
Pulsierende Magnetfeldtherapie (PMT)
T.E.N.S. Transcutane elektrische Nervenstimmulation
Computertomographie
Kernspintomographie
Optimetric





Akupunktur

Akupunktur und Moxibustion sind wichtige Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die Akupunktur hat ihren Ursprung in der Shang-Dynastie und ist entstanden aus einer Jahrtausende zählenden medizinischen Empirie, die herausfand, dass Reize bestimmter Punkte des menschlichen Körpers in entfernten Körperregionen bestimmte Reaktionen auslösen können. Diese Punkte werden über entsprechende Leitungsbahnen (Meridiane und Nebengefäße) mit den Regionen verbunden. Die Lebensenergie (Qi) in diesen Leitungsbahnen unterliegt einer natürlichen Rhythmik, das heißt z. B. der Tages- und auch Jahreszeit.

Mittels Ying und Yang und den fünf Elementen versucht die chinesische Philosophie, bestimmten Gegensätzen eine entsprechende qualitative Zuordnung zu geben. Beispiele hierfür sind:

Ying
Yang

Kalt
Tief
Nacht
Mond
Mensch
Erde
Innen
Dunkel
Kälte
Leere
Milz
Fuss
Bauch

Warm
Hoch
Tag
Sonne
Himmel
Mensch
Außen
Hell
Hitze
Fülle
Magen
Kopf
Rücken

Ying und Yang bedingen, fördern kontrollieren einander und können an gewissen Punkten (Luo) ineinander übergehen.

Die fünf Elemente sind:

  1. Holz
  2. Feuer
  3. Erde
  4. Metall
  5. Wasser
Untereinander besteht eine gegenseitige Abhängigkeit und Unterdrückung, die somit den Zustand der dauernden Bewegung und somit auch den ständigen Wechsel bestimmt.

Beispiel:

Elemente
Organe (Zang)
Organe (Fu)
Jahreszeit
Gefühle
Holz
Leber
Gallenblase
Frühling
Ärger
Feuer
Herz
Dünndarm
Sommer
Freude
Erde
Milz
Magen
Spätsommer
Nachdenklichkeit
Metall
Lunge
Dickdarm
Herbst
Kummer
Wasser
Niere
Blase
Winter
Furcht

Störungen diese Energiezustände führen zu Symptomen: Schmerzen, Funktionsstörungen innerer Organe etc. Ying und Yang werden benutzt, um diese Krankheiten in Kategorien einzuteilen.

Die Behandlung ist durch Akupunktieren entsprechender Punkte an der Oberfläche möglich. Die Lage der Akupunkturpunkte wird durch die Lebensenergie Qi der Organe Zang-Fu und die 14 Meridiane an der Oberfläche bestimmt.

Die Meridiane verteilen sich am Körperstamm, den Extremitäten und am Kopf, Hals und Gesicht. Die Akupunkturpunkte dieser Meridiane haben eine spezifische Funktion und sind entsprechend ihrer Lokalisation und Indikation klassifiziert.

Die Funktion der Meridiane und der Nebengefäße bestehen in der Zirkulation der Lebensenergie Qi und des Blutes, in der Erwärmung und der Ernährung der Gewebe, in der Verknüpfung und Verbindung aller Körperteile, in der Aufrechterhaltung der Struktur und der zusammenwirkenden Funktionen der Organe, der vier Extremitäten, der Haut, der Muskeln, der Sehnen und Knochen und in der Erhaltung des Körpers als einheitliches und organisches Ganzes.

Durch eine entsprechende Punkteauswahl kann über die Akupunktur eine Änderung der Energiezustände und damit eine Änderung der Pathologie erreicht werden. Dieses wird unterstützt durch begleitende Maßnahmen wie Moxibustion oder auch Schröpfen.

Das Ziel der Akupunktur ist die Wiederherstellung des energetischen Gleichgewichtes.

Arthroskopie

Der Begriff Arthroskopie leitet sich aus dem in griechischen ab und setzt sich zusammen aus dem Wort „Arthros“ für den Gelenk und „ skopein“ für schauen.

Somit wird mit diesen Operationsverfahren über einen Spezialendoskop eine Untersuchung von Gelenken durchgeführt.

Dieses spezielle Endoskop besteht aus einem optischen System von Stablinsen, einer Lichtquelle und meist einer Spül- und Absaugvorrichtung. Oft ist die Optik dieses Endoskops über eine Kamera mit einem Monitor verbunden. Somit ist es dem Untersucher möglich auf einem Fernsehenbildschirm den Befund (Gelenkstrukturen) genau zu betrachten. Aufgrund einer acht- bis zehnfachen Vergrößerung werden somit auch kleine Befunde sichtbar.

Meist ist es dann notwendig, über einen weiteren Hautschnittes einen weiteren Zugang zum Gelenk zu schaffen, um dann mittels feiner chirurgischer Instrumente kleine operative Maßnahmen bis hin zur Kreuzbandersatzplastik durchzuführen.

Dies bezeichnet man auch als minimal-invasive Chirurgie (MIC) oder Schlüssellochchirurgie. Gegenüber den offenen chirurgischen Verfahren hat die minimal-invasive Chirurgie den Vorteil, dass sie den Organismus geringer belastet, da hier nur mittels mehrerer kleiner Schnitte an dem betroffenen Gelenk operiert wird. Weitere Vorteile sind geringere Schmerzen nach der Operation, kürzere Heilungszeiten und eine schnellere Wiedereingliederung in die Alltagsaktivitäten und den Beruf.

Verwendungsmöglichkeiten der Arthroskopie am Beispiel des Knies:

  • Bei Meniskusrissen wird, wenn möglich, der Meniskus genäht oder Teile davon werden entfernt und die Ränder geglättet.
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Bei Rheumapatienten erfolgt eine schonende Entfernung der Gelenkinnenhaut (Synovialektomie).
  • Bei einem vorderen Kreuzbandriss kann das entsprechende Kreuzband durch ein Transplantat ersetzt werden (Kreuzbandplastik). Traumatische, also durch eine Verletzung oder einen Unfall ausgelöste Veränderungen
  • Degenerative Veränderungen
  • Entzündliche Veränderungen

Was ist im Vorfeld der Arthroskopie zu beachten?

Der Patient muss zur Arthroskopie nüchtern erscheinen, d. h. er darf einige Stunden vorher nichts essen und nichts trinken. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung überprüft der Arzt vor der Arthroskopie unter anderem den Gerinungsstatus. Der Anästhesist klärt den Patienten bezüglich der Narkoserisiken vor der Untersuchung auf.

Wie wird eine Arthroskopie durchgeführt?

Die Arthroskopie wird in örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose durchgeführt. Zuerst wird die Hautumgebung des betroffenen Gelenkes desinfiziert. Anschließend wird das Operationsgebiet steril abgedeckt. Der Arzt führt dann über einen kleinen Schnitt in der Haut ein Führungsrohr (Trokar) in das Gelenk ein. Durch dieses Führungsrohr schiebt er das Arthroskop hinein.

Damit sich der Arzt im Gelenkraum orientieren kann, wird das Gelenk mit einer speziellen Flüssigkeit aufgefüllt. Hierdurch werden Strukturen wie z. B. Kreuzband oder Meniskus besser sichtbar. Besteht die Notwendigkeit, weitere operative Maßnahmen durchzuführen, wird er noch ein weiterer Schnitte gemacht, um über spezielle Instrumente die erforderlichen operativen Schritten unternehmen zu können.

Welche Komplikationen können bei der Arthroskopie auftreten?

In seltenen Fällen kann es infolge der Arthroskopie zu Knorpelverletzungen, Blutungen, Infektionen, Gefäß- und Nervenverletzungen und zu einer Thrombose kommen.

Welche alternativen Untersuchugsmethoden können durchgeführt werden?

Eine wirkliche Alternative zur Arthroskopie im Sinne einer operativen Versorgung und somit auch Behandlung der Gelenke gibt es nicht.

Lediglich im Rahmen der Diagnostik kann die Kernspintomographie (MRT, Magnet-Resonanz-Tomographie) heutzutage bereits eine sehr gute Aussage über Veränderungen in den jeweiligen Gelenken gegeben. Einen nicht zu unterschätzender Vorteile liegen sicherlich in der fehlenden Invasivität. Aus diesem Grunde sind mit diesem Untersuchungsverfahren auch keine Komplikationen wie zum Beispiel eine postoperativ auftretende Infektionen bekannt.

Zusammenfassend sei genannt, dass mit diesem operativen Verfahren akute traumatische Veränderungen sicherlich gut zu behandeln sind. Fortgeschrittene degenerative Veränderungen, wie zum Beispiel eine Kniegelenksarthrose, sind nur einer vorübergehenden Linderung zuzuführen.

Atlastherapie nach Arlen

Die Atlastherapie nach Arlen ist ein Konzept, das sich in Durchführung, Zielsetzung und Resultat grundlegend von der herkömmlichen Chirotherapie unterscheidet: Die Atlastherapie wirkt vor allem auf die Steuerung des unwillkürlichen Nervensystems (Vegetativum), das Gleichgewichtssystem, die allgemeine Muskelspannung und die Eigenwahrnehmung des Körpers.

Eigentlich muß es „Therapie mit dem Atlas“ heißen, da nicht der Atlas – so heißt der erste Halswirbelkörper – selbst behandelt wird, sondern ein Therapieziel über die Behandlung des Atlas, der gelenkig mit der Schädelbasis verbunden ist, erfolgt. Umgebende Muskeln, Bänder und Bindegewebe sind außerordentlich dicht mit Nervenfasern versorgt, die mit ihren Sensoren die Stellung des Körpers im Raum erfassen und somit helfen, den Spannungszustand des gesamten Muskel- und Sehnensystems zu kontrollieren. Sie haben direkte Verbindungen zum Gleichgewichtsorgan und zu bestimmten Hirnzentren, in denen die Grob- und Feinmotorik gesteuert wird. Sie sind mittelbar auch an der Verarbeitung von Schmerzsignalen beteiligt.
Die Muskeln und Sehnen im oberen Nacken sind mit ihren Nerven also ein „Sinnesorgan“, das Informationen an das Gehirn sendet, wo sie zu entsprechenden Reaktionen verarbeitet werden.

Bei krankhaften Zuständen – wie zum Beispiel bei Verspannungen und Bewegungsstörungen – werden „falsche“ Informationen weitergegeben. Gleiches gilt auch für Störsignale auf das Gleichgewichtsorgan, der Regulierung der Durchblutung – besonders des Gehirns-und bei Schmerzzuständen.

Praktisch heißt das: auf das dreidimensional angeordnete Muskelsystem, mit den erwähnten Nerven, wird in einer speziellen Richtung (Abhängig von der Stellung des Atlas) und mit genau dosierter Kraft ein blitzschneller Impuls über den Seitenfortsatz des Atlas ausgeübt. Dadurch kommt es zu einem ultrakurzen Reiz auf diese Nackennerven, wodurch sofort ein anderes Wahrnehmungsmuster oder „Informationsbild” im Gehirn entsteht.
Dieser Impuls, der vom Arzt mit dem Mittelfinger gesetzt wird, ist keineswegs beliebig, vielmehr müssen Impulsrichtung und - zweifelsfrei nur mit einem Röntgenbild. Hierin liegt eine der besonderen Schwierigkeiten des so simpel anmutenden Verfahrens.

Mit der Atlastherapie gelingt es, diese fehlerhafte Informationsverarbeitung der Normalität näher zu bringen und so den krankhaften Zustand zu bessern oder zu beheben. 

Aus diesem Grund ist eine spezielle Ausbildung in der Atlastherapie nach Arlen erforderlich. Für diese Ausbildung werden nur Ärzte zugelassen, die eine abgeschlossene Chirotherapieausbildung vorweisen können. Für die Behandlung bewegungsgestörter Säuglinge und Kinder wird eine weitere Ausbildung verlangt. Dafür ist das Atlastherapiezertifikat Voraussetzung. Beide Ausbildungsgänge schließen mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.
Im Gegensatz zur klassischen Chirotherapie gibt es bei der Atlastherapie keine behandlungstypischen Risiken, da die technische Durchführung ohne Zug, Drehung oder Rückneige der Halswirbelsäule erfolgt.

Anwendungsgebiete:

Bei allen akuten oder chronischen Schmerzen am Bewegungssystem (Kopfschmerzen, Wirbelsäule, Arme und Beine, auch bei empfindlichen rheumatischen Krankheiten und Zoster).
Muskelbalancestörungen bei Lähmungen aller Art, auch bei Muskelschwund, anderen neurologischen Erkrankungen, nach Geburtsschäden, Unfällen, Operationen und Schlaganfällen.
Bei allen akuten oder chronischen Schmerzen am Bewegungssystem (Kopfschmerzen, Wirbelsäule, Arme und Beine, auch bei empfindlichen rheumatischen Krankheiten und Zoster).
Bestimmte Formen von Gleichgewichtsstörungen, Schwindelgefühlen und Stimmstörungen, der Fehlsteuerung der Blutgefäße und Bronchien, der Fehlsteuerung der Kiefergelenke.


Chirotherapie

Die Chirotherapie oder auch Manuelle Therapie befasst sich mit reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Hierzu gehören alle Funktionsstörungen an der Wirbelsäule und den Extremitätengelenken.

Im Bereich der Wirbelsäule führen fehlgestellte, blockierte Wirbelkörper zu Verspannungen der Muskulatur im Schulter-Nackenbereich sowie der gesamten Rückenmuskulatur, da der Körper versucht, das fehlgestellte Gelenk zu stabilisieren, um die Schmerzentstehung durch Bewegung zu vermeiden.

Im Rahmen der sorgfältigen körperlichen Untersuchung können diese Funktionsstörungen, "Blockierungen", festgestellt werden.

Die Manuellen Therapie beseitigt diese Funktionsstörungen. Als unmittelbare Folge ist dann häufig eine deutliche Schmerzreduktion zu spüren. Im weiteren Verlaufe kommt es dann zu einer Entspannung der Muskulatur, so daß der in sie ausstrahlende Schmerz ebenfalls an Intensität verliert. In seltenen Fällen kann es kurzzeitig zu einer leichten Verschlechterung der Beschwerden kommen, da der Körper nach der Behandlung zu seinem Gleichgewicht zurückkehren muß. Bei Fortbestehen der Schmerzen über den dritten Tag hinaus sollte sich der Patient zur weiteren Diagnostik in der Praxis vorstellen.

Wichtig ist eine gezielte und fachgerechte Behandlung, da sonst Schäden unvermeidbar sind. Im Bereich der Halswirbelsäule kann es bei unsachgemäßer Behandlung bis zum Auftreten von Lähmungs­erscheinungen führen. Im Bereich der Lendenwirbelsäule kann eine nicht ordnungsgemäße Einstellung eines Bewegungssegmentes zur Mitreaktion der darüber und darunterliegender Segmente führen. Sollten in diesen Segmenten z. B. Bandscheiben­veränderungen bestehen, so ist es durchaus möglich, daß durch die chirotherapeutische Behandlung ein Bandscheibenvorfall produziert wird.

Meniskus

Der Meniskus ist ein halbmondförmiges, Knorpels ähnliches Gebilde, das sich sowohl an der Innen-als auch Außenseite des Kniegelenke es befindet (Innenmeniscus/Außenmeniskus). Die Menisci verteilen und übertragen die Last, stabilisieren das Gelenk und wirken als "Stoßdämpfer" für den Gelenkknorpel. Wird also der Meniskus großflächig entfernt, sei es durch traumatische Veränderungen oder auch im Rahmen einer notwendigerweise durchzuführenden Operation, keine es im weiteren Verlauf zu erheblichen degenerative Veränderungen kommen.

Verletzungen treten bei einer Kombination von Druckbelastung und Drehbewegung auf. Somit entstehen viele Meniscusschäden nicht nur durch sportliche Betätigungen, sondern sind Folge von Drehbewegungen und Belastungen im täglichen Leben.

Meniskusschäden werden eingeteilt nach:

  • Lokalisation (vorderes, mittleres, hinteres Drittel)
  • Rissform (senkrecht, waagrecht, quer, korbhenkelartig, lappenförmig)

Neben den genannten allgemeinen Zeichen einer Kniegelenksverletzung fallen oft mechanische Blockaden, ein Schnappen oder Knacksen auf. Die Schmerzen sind, je nach verletztem Meniskus, innen oder außen am Kniegelenk lokalisiert. Weitere Anzeichen einer Meniskusverletzung können ein Gefühl der Instabilität, Schwellung und ein Gelenkerguss sein.

Durch gezielte Handgriffe und Teste kann der ein geübter Untersucher schnell diagnostizieren, inwieweit eine Kniebinnenschäden vorliegt. Eine sich daran anschließende Röntgenaufnahme kann knöcherne Verletzungen ausschließen. Sollte die Diagnose auch nach diesen Untersuchungen nicht eindeutig sein, so hilft häufig eine Kernspintomographie weiter.

Asymptomatische stabile Meniskusrisse und kleine Radiärrisse können konservativ behandelt werden. Die Mehrzahl der Meniskusverletzungen wird jedoch operiert - wenn möglich mittels arthroskopischer Technik. Mithilfe dieses Verfahrens ist es zum einen möglich, Teile des Meniskus zu entfernen und zum anderen und diese Möglichkeit sollte bevorzugt zur Anwendung kommen, auch den Meniskus so nähen.

Komplikationen wie Blutung, Gelenkinfektionen, Thrombose, Nerven- und Gefäßverletzungen sind selten. Der Körper nimmt das Nahtmaterial der Meniskusnähte nach einiger Zeit auf. Die Verträglichkeit ist sehr gut. Wurden größere Teile des Meniskus entfernt, so besteht das Risiko eines frühzeitigen Gelenkverschleißes (Arthrose). Ansonsten sind die Langzeitergebnisse gut.

Minimal-invasive-Wirbelsäulen-Intervention

Schmerzen in der Wirbelsäule können durch verschiedene Erkrankungen hervorgerufen werden. Die häufigsten sind:

  • Degenerative Veränderungen (Facettenarthrose, spinale Stenose, Neuroforamenstenose)
  • Veränderungen der Bandscheibe (Bandscheibenvorfall, Bandscheibenprotrusion)
  • statische Veränderungen

Bevor invasive therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden, sind zunächst alle weiteren Konservativen Therapieformen (medikamentöse Behandlung, balneo-physikalische Maßnahmen, Krankengymnastik) durchzuführen. Erst wenn diese nicht den gewünschten Erfolg zeigen, sollten weiterführende therapeutische Schritte eingeleitet werden.

Die in dieser Praxis durchgeführten minimal-invasiven-Wirbelsäulen-Interventionen sind:

 

lumbale Facetteninfiltration

 
Mit dieser Methode lassen sich schmerzhafte Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke durch Einbringung von Medikamenten gezielt behandeln
     
 

epidurale sacrale Injektion

(lumbale spinale Analgesie)
 
Bei Patienten, bei denen durch die konservative Therapie keine ausreichende Linderung ihrer Rückenbeschwerden zu erreichen ist und bei denen eine Operation nicht sinnvoll, nicht notwendig oder bereits durchgeführt worden ist, kann die epidurale Injektions-/Katheterbehandlung, zum Einsatz kommen.
Gerade bei chronischen Wirbelsäulenbeschwerden kann durch dieses relativ nebenwirkungsarme Verfahren oft eine bessere Linderung der Beschwerden erreicht werden, als durch eine Operation. Die epidurale Pharmakotherapie kann als "single-shot" oder temporär in Katheter-Technik erfolgen. Appliziert werden Pharmaka wie z.B. Lokalanästhetika, Opioide, Kortikoide und Kochsalz einzeln oder in Kombination. Die epidurale Medikamentenapplikation stellt bei rückenmarksnahen topisch zuzuordnenden Schmerzsyndromen eine sichere und wirksame Therapie dar.
     
 

CT-gesteuerte Infiltrationen

(periarticulär, Facette)
 

Bei der CT-gesteuerten Infiltration macht man sich die hochauflösende Darstellung knöcherner Strukturen und auch der Weichteile (z. B. der Bandscheiben) zu Nutze.

Im Rahmen der Behandlung wird eine Injektionsnadel unter computergestützter Laserzielführung genau an den gewünschten Zielpunkt gelegt. Die Nadellage wird mit dem CT auf Richtigkeit überprüft. Im Anschluss daran wird ein Lokalanästhetikum über dieses Interventionsset an den Zielpunkt gegeben.

Indikationen:

  • Bandscheibenvorfälle in den Hals-, Brust-, und Lendenwirbelsäule
  • Nervenwurzelreizungen
  • chronisch gereizte Wirbelgelenke
  • degenerative Veränderungen der Wirbelsäule

Mit dieser Therapie ist eine sichere diagnostische Zuordnung der von dem Patienten geschilderten und in der Bildgebung (MRT und/oder CT) verifizierten Schmerzsymptomatik möglich.

Nach zwei bis fünf Injektionen ist meist eine deutliche Linderung der Beschwerden bis hin zur Schmerzfreiheit möglich.
   
 

Nucleoplasty

 

In örtlicher Betäubung wird die veränderte Bandscheibe unter Röntgenbildwandlerkontrolle punktiert und durch eine dünne Nadel die Spezial-Sonde in die Bandscheibe eingeführt. Die Volumenreduktion von Bandscheiben-gewebe beruht auf dem sogenannten

Coblationsverfahren, das in der Orthopädie seit längerem zur endoskopischen Knorpelabtragung in Kniegelenken verwandt wird. Durch wiederholtes Vor- und Zurückbewegen der flexiblen Sonde in verschiedene Richtungen kann so kontrolliert Bandscheibengewebe entfernt und der Druck auf die gequetschte Nervenwurzel beseitigt werden. Der Eingriff ist schmerzarm und wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt.
   
 

Kryotherapie

 

Bei der Kryoanalgesie handelt es sich in erster Linie um die Anwendung von Kälte in Form von –62° kaltem Hochdruckkältemittel (CO2).

Indikationen:
  • Postdiskektomiesyndrom
  • Postnukleotomiesyndrom
  • Periphere Neuralgien
  • Neuromschmerz
  • Amputationsfolgeschmerzen
  • Trigeminus-Neuralgie (TIC douloureux)
  • Symphatisch bedingte Schmerzen
  • Postthorakotomiesyndrom
  • Epikondylitis
  • Hüftgelenksperiarthropathien
  • Insertionsmyodentinosen

Die Effekte von Kälte auf lebendes Gewebe sind in der medizinischen Literatur seit Jahrzehnten bekannt. Arbeiten von Lloyd et al. haben gezeigt, dass durch Kälteeinwirkung auf periphere Nerven lang andauernde Analgesien hervorgerufen werden können. Die Entwicklung von speziellen Kryosonden ermöglichte jedoch erst die gezielte Anwendung des Kälteeffektes zur "Kryoanalgesie". Bei diesen Kryosonden wird der sogenannte Joule-Thomson-Effekt, nach dem sich Gase unter Druck beim Austritt durch eine kleine Öffnung ausdehnen und abkühlen, zunutze gemacht. Auf diese Weise erzeugen die doppelwandigen Sonden nur an der Sondenspitze eine gezielte Abkühlung, ohne dass dabei das Gas mit dem Gewebe in Berührung kommt.

Bei dem erzielten Effekt handelt es sich jedoch nicht um einen bleibenden Erfolg. Denn der Nerv erholt sich innerhalb von mehreren Wochen bis Monaten vollständig, so dass dann eine erneute Intervention erforderlich ist.

   

X-Stop®

•  Bei einer lumbalen Spinalstenose entsteht eine Nervenkompression in einem oder mehreren Bewegungssegmenten. Diese führt zu einer in das Bein ausstrahlenden Schmerzsymptomatik, die unter Belastung (stehen und gehen) zunehmen. Charakteristisch ist ein Kribbeln beziehungsweise ein Taubheit-und Schwächegefühl in den Beinen. Nach

einer gewissen Phase der Ruhe ist diese Symptomatik häufig rückläufig. Die Bisherige Behandlung bestand darin, durch aufwändige der offenen operative Maßnahmen eine Dekompression des eingeklemmte in nervt eins durchzuführen.

Das X-STOP®-Implantat wird nun so zwischen die Dornfortsätze der betroffenen Wirbelkörper gelegt, dass diese sich nur noch bis zu einem
bestimmten Punkt annähern können. Dadurch dringt auch das Gewebe der degenerierten Bandscheibe oder knöcherne Osteophyten nicht mehr so weit in den Spinalkanal vor. Der Nerv wird somit nicht mehr komprimiert.

Neuraltherapie

Wie die Chirotherapie, balneophysikalische Maßnahmen (z. B. Massage, Bäder und Bestrahlungen) und auch die Akupunktur basiert die Neuraltherapie ebenfalls auf derselben Grundlage. Sie bedient sich des neurohumoralen Regulationssystemes.

Die therapeutische Lokalanästhesie zielt darauf ab, pathologische Erregungsentstehung und ­ausbreitung mit Hilfe von Lokalanästhetika abzubauen und dadurch verstellte Regelkreise wieder auf einen Normalwert zurückzubringen.

Mögliche Indikationen für diese Therapie stellen dar:

  1. Hyperalgische (schmerzempfindsame) Zonen im Bereich der Haut, Parästhesien, Dysästhesien.
  2. Verspannte Muskelgruppen (Myogelosen), die eine pseudoradikuläre Schmerzausbreitung vortäuschen können.
  3. schmerzhafte Sehnenansätze im Bereich des Bewegungsapparates (Tendinosen)
  4. Funktionsstörungen der Gelenke, z. B. bei Arthrosen und Überlastungsschäden
  5. lokalanästhetische Beeinflussung peripherer Nerven, Nervenwurzeln oder Plexus bei Erkrankungen wie z. B. Karpaltunnelsyndrom, Bandscheibenvorfall und Entzündung von Nerven.
  6. Infiltration von Störfeldern. Unter einem Störfeld versteht man eine Störstelle an einem beliebigen Ort des Körpers, die zu einer unphysiologischen Reaktion eines komplexen Regelkreises führt. So können z. B. Veränderungen im Bereich bestimmter Zähne zu Schmerzen in der Schulter oder dem Kniegelenk führen.

Osteodesitometrie (Knochendichtemessung mittels Lunar DPX)

Die Messung der Knochendichte erfolgt in der Praxis mit dem Lunar DPX-Gerät. Dieses Gerät gilt zum jetzigen Zeitpunkt in der Fachwelt als das aussagekräftigste und genaueste Untersuchungsverfahren, um - ohne die Einwirkung schädlicher Strahlen - eine Osteoporose zu erkennen.


Messbeispiel

mit normalem Kalksalzgehalt
mit vermindertem Kalksalzgehalt


Osteoporose

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, bei denen es durch einen vermehrten Abbau von Knochenmasse zu einem Verlust der Stabilität des Knochens konnten. Schmerzhafte Knochenbrüche sind Folge dieser Erkrankung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose zu den zehn wichtigsten Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Experten schätzen, dass in Deutschland derzeit etwa sieben Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt sind. Die Gründe für die steigenden Zahlen sind neben einer immer höheren Lebenserwartung auch Gewohnheiten, die nicht einem gesunden, knochenstärkenden Lebensstil entsprechen. Obwohl eine effektive Vorbeugung und Behandlung möglich ist, bleibt die Osteoporose bei den meisten Betroffenen unerkannt und unbehandelt.

Die Entstehung der Osteoporose wird durch verschiedene Risikofaktoren beeinflusst. Hierzu gehören zum einen eine genetische Veranlagung, die Ernährung, der Lebensstil und auch weitere internistische Erkrankungen wie zum Beispiel Schilddrüseerkrankungen. Frauen in den Wechseljahren haben einen besonders hohes Risiko einer Osteoporose zu bekommen.

 

Die besonders gefürchtete Folge, und dies geht häufig mit dem ersten Bekanntwerden der Erkrankung einher, sind Brüche im Bereich der Wirbelsäule oder auch am Schenkerhals. Diese gehen mit erheblichen Schmerzen und einem Funktionsverlust einher, der bis zur Pflegebedürftigkeit führen kann.

Wie entsteht Osteoporose?

Knochen bestehen aus einem Gewebe, das ihnen die Form gibt (Matrix), und den Mineralstoffen Kalzium und Phophat . Die Mineralstoffe werden in diese Matrix eingelagert und machen den Knochen hart und dicht.

Im täglichen Leben wird ständig Knochengewebe neu gebildet und auch abgebaut. Bis zum 40. Lebensjahr überwiegen die Aufbauprozesse. Ab dem 40. Lebensjahr wird jährlich ein geringer Prozentsatz der Knochenmasse abgebaut. Die Regulation des Auf- und Abbaus erfolgt unter anderem durch verschiedene Hormone.

Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Calcitonin lagern Kalzium in den Knochen ein. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse dagegen löst es aus den Knochen heraus. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron sind verantwortlich für die Bildung und Wirkung dieser "Knochenhormone".

Bei Osteoporose ist dieser Regulationsmechanismus gestört. Das Knochenmaterial wird weit über das normale Maß hinaus abgebaut. Die Matrix wird löchrig und Kalzium wird nicht ausreichend eingebaut. Dadurch wird der Knochen dünner und verliert an Festigkeit: Er kann leichter brechen. Brüche, aber auch die Zerstörung der Knochenstruktur selbst können sehr schmerzhaft sein.

Die Entstehung einer Osteoporose wird durch Umstände begünstigt, die einen stabilen Knochenaufbau bis zum 40. Lebensjahr verhindern.

Risikofaktoren hierfür sind:

  • Spätes Einsetzen der ersten Regel, früher Eintritt der Wechseljahre oder eine frühzeitige Entfernung der Eierstöcke
  • Mangelnde Bewegung fördert den Knochenabbau.
    Schon eine mangelnde Bewegung im Kindesalter kann den Grundstein für eine später sich entwickelnde Osteoporose legen
  • Übermäßige Diäten, überhöhter Kaffeegenuss, Missbrauch von Abführmittel und zuviel Phosphat in der Nahrung führen zur Mangelversorgung mit Kalzium und Vitamin D.
  • Schlanke Menschen sind häufiger betroffen als fülligere.
  • genetische Faktoren und damit gehäuftes Auftreten von Osteoporose innerhalb der Familie.
  • Eine vermehrte Zuführung vom Cortison entweder durch eine vermehrte Produktion im Körper oder auch in Form einer medikamentösen Langzeitbehandlung (zum Beispiel bei Rheumatikern) führt zu einem Knochenabbau, da Kortison ein Gegenspieler der Geschlechtshormone ist.
  • Eine nicht behandelte Schilddrüsenüberfunktion führt zu einem Überschuss an Schilddrüsenhormonen, beschleunigt damit den Stoffwechsel und begünstigt so den Knochenabbau.
  • Bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüse wird zu viel Parathormon gebildet und damit zu viel Kalzium aus den Knochen freigesetzt.
  • Das Wachstumshormon kontrolliert das Längenwachstum und ist an der Verknöcherung des Skeletts beteiligt. Ein Mangel an diesem Hormon verhindert den regulären Knochenaufbau.
  • Langjährige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder des Darmes verhindern die Aufnahme von Kalzium und Vitamin D und führen so zu einer Entmineralisierung des Knochens.
  • Bei langjährigen Nierenerkrankungenwird übermäßig viel Kalzium ausgeschieden. Um die lebensnotwendige Kalziumkonzentration im Blut aufrecht zu erhalten, mobilisiert die Nebenschilddrüse vermehrt Kalzium aus den Knochen.
  • Gelenkerkrankungen wie Rheuma, M. Bechterew und Lupus erythematodes führen zu Knochenschäden.
  • Alkohol führt im Übermaß zu Leberschäden. In der Leber kann dann der Grundstoff für die schützenden Sexualhormone, das Cholesterin, nicht mehr produziert werden.
  • Rauchen schädigt die Knochen durch mangelnde Versorgung des Knochengewebes. Der jährliche Knochenverlust ist bei Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.

Beschwerden :

Die Schmerzsymptomatik bei der Osteoporose ist eher uncharakteristisch und wird nicht der durch die Erkrankung selber, sondern durch ihre Begleiterscheinungen (Wirbelkörperveränderungen) hervorgerufen. Gelegentlich treten Rückenschmerzen auf. Bei der Altersosteoporose sind dann Brüche des Oberschenkelhalses recht häufig. Durch Wirbelkörperfrakturen kommt es zu Rundrückenverbildungen (Witwenbuckel).


Diagnose:

Beschwerden und die körperliche Untersuchung geben dem Arzt erste Hinweise. Mit Laboruntersuchungen von Blut und Urin kann der Arzt die Ursache der Osteoporose näher bestimmen. Die Knochendichte kann durch eine Knochendchtemessung (Osteodensitometrie) bestimmt werden. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Patienten, die trotz normaler Werte bei der Dichtemessung osteoporosebedingte Knochenbrüche erleiden. Veränderungen im Röntgenbild sieht man erst, wenn bereits etwa 30 Prozent der Knochenmasse abgebaut sind oder wenn Knochenbrüche vorliegen. In seltenen Fällen wird eine Knochenprobe entnommen.

Behandlung:

Für die Prognose der Osteoporose ist eine Behandlung vor dem ersten Knochenbruch medizinisch wichtig. Knochenmasse, die bereits verloren wurde, kann nur schwer wieder aufgebaut werden.

Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten, physikalischer Therapie und gezielter Belastungssteigerung.

Basistherapie ist die tägliche Zufuhr von mindestens 1 Gramm Kalzium und mindestens 400 I.E. (Internationale Einheiten) Vitamin D. Wird der Bedarf durch die Nahrung nicht gedeckt, kann man beides auch durch Medikamente ergänzen. Da die körpereigene Produktion von Vitamin D deutlich Sonneneinstrahlung unterstützt wird, kann es in den Wintermonaten erforderlich seien, Vitamin D in Form von Tabletten zu substituieren.

Um direkt in den Knochenstoffwechsel einzugreifen gibt es ist verschiedene Medikamente. Die wohl gebräuchlichsten sind die Biphosphonate, die den Knochenabbau vermindern und so zu einer vermehrten Knochendichte führen. Das gleiche gilt für die selektiven Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM), Östrogene, Calcitonin und Fluoride. Seit kurzer Zeitz gibt es zusätzlich einen spezielles Parathormon, das täglich gespritzt werden muss und den Knochenaufbau stimulieren kann. Anabolika steigern den Muskelzuwachs und üben damit einen positiven Reiz auf den Knochenaufbau aus. Sie sind als Unterstützung bei Patienten sinnvoll, die sich nur noch wenig bewegen können.

Begleitend ist eine intensive Bewegungstherapie und einer ausgewogene Ernährung, die kalziumreich sein sollte, unbedingt erforderlich.

 

Pathogenese

Epidemiologisch kommen mehrere ursächliche Faktoren in Frage.
Falsches, zu enges Schuhwerk kann den ägyptischen Fuß, der durch eine verlängerten 1. Strahl gekennzeichnet ist, in die Valgusdeviation zwingen.
Eine vermehrte tibiale Außenrotation führt kompensatorisch zu einer Varusstellung des 1. Mittelfußknochens und somit zur Ausbildung eines Hallux valgus.
Zur Aufrechterhaltung einer stabilen Statik des Beines kann eine Coxa antetorta zu einer Valguskompensation der Großzehe führen.
Hammer- bzw. Krallenzehdeformitäten führen auf Grund einer Verlängerung der 2. Zehe, diese Fußform entspricht dem griechischem Fuß, zu einem Digitus superductus, der wiederum spontan zur Ausbildung eines Hallux valgus führt. Gleiches gilt im Übrigen für den Zustand nach Amputation der 2. Zehe. Hier besetzt die Großzehe dann den freien Raum.
Bei den entzündlichen Gelenkerkrankungen, wie z.B. der chron. Polyarthritis kann es ebenfalls zur Ausbildung eines Hallux valgus kommen.
Auch neuromuskuläre Faktoren und erbliche Ursachen kommen für die Entstehung des Hallux valgus in Frage.
Ebenso kann ein hypermobiler I. Strahl beim Gehvorgang zur Ausbildung einer schweren Hallux valgus Deformität führen. Differentialdiagnostisch müssen hierbei muskuläre Schwächen abgeklärt werden.

Der Hallux valgus oder auch Hallux abducto valgus ist gekennzeichnet durch eine Abwinklung der Großzehe von der Mittellinie des Körpers nach außen, sowie einer Pronation und Varusbildung des 1. Strahles.

Im Gegensatz zum Hallux rigidus, der mit einem langen 1. Mittelfußknochen einhergeht, liegen beim Hallux valgus im Vergleich zum 2. und 3. Mittelfußknochen eher normale Abmessungen vor.

Dieser Vorgang ist fortschreitend und führt zu einer Subluxation des 1. Strahles und häufig auch zu einer Rotation der Zehe nach dorsal oder plantar.

Man unterscheidet:
1. Dysmetrische Hallux valgus
2. Hallux valgus interphalangeus
3. Hallux valgus des Mittelfuß- Zehengrundgelenkes

Durch zu enges Schuhwerk kommt es häufig zu lokalen Reizungen des medialen Metatarsaleköpfchens mit konsekutiver Ausbildung einer Exostose und zugehörigem flüssigkeitsgefüllten Schleimbeutel.

Podometie

Mit der Podometrie steht uns eine wichtige Messeinrichtung zur Diagnostik und postoperativen Verlaufskontrolle bei Veränderungen im Fußbereich zur Verfügung. Auf der Basis einer modernen Podometrie-Einrichtung lassen sich computergestützte Analysen der Druckverteilung im Fußbereich erstellen.


Computergesteuerte Fussdruckanalyse mit dem Elmed-Verfahren nach
Prof. Nicol / Münster in Zusammenarbeit mit Meinolf Effner, Orthopädieschuhmachermeister, Gremmendorf.


Pulsierende Magnetfeldtherapie (PMT)

"Die elektromagnetische Energie ist eine elementare Energieform, von der jedes Leben eines Organismus abhängt"
Prof. Dr. Werner von Heisenberg, Nobelpreisträger für Physik

Nicht erst seit den Forschungen von Heisenberg werden elektromagnetische Energiefelder zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Bei der Entstehung der Erde, lange, bevor es überhaupt Lebewesen gab, war der Kosmos von elektromagnetischen Energiefeldern durchdrungen. Diese machten die weitere Entwicklung der Erde und das darauf befindliche Leben erst möglich. Diese natürlichen Energiefelder wirken durch genau definierte Schwingungen auch auf unseren Organismus.

Das erste Patent eines Magnetfeldtherapiegerätes wurde bereits 1869 erteilt. Im weiteren wurde mit dem technischen Fortschritt des 19. und 20. Jahrhunderts die Wirkungsweise der Magnetfelder z.B. auch von Einstein, Planck u.a. wissenschaftlich belegt.
Alle unsere Körperfunktionen wie Atmung, Gehirnaktivität oder die verschiedenen Zyklen jeder unserer Körperzellen schwingen in einem ganz bestimmten Frequenzbereich. Krankheiten in jeglicher Form können, wie im übrigen auch die Traditionelle Chinesische Medizin (s.o.) in ihrer 3000 jährigen Geschichte gezeigt hat, als Starre oder Verlust der Anpassungsfähigkeit der einzelnen Zellen und ihrer Funktionen definiert werden. Dieses führt zu gestörten, unharmonischen Schwingungen.
Durch die Magnetfeldtherapie erhöht sich der Sauerstoffgehalt im Blut, Ca++-Ionen werden freigesetzt und "öffnen" die Zellwände. Sauerstoff und Nährstoffe können einfließen, Gifte und Schlacken werden ausgeschieden und dadurch Heilungsprozesse gefördert. Die einzelne Zelle kann wieder in einer harmonischen Frequenz schwingen - sie ist gesund. Die pulsierende Magnetfeldtherapie hat Tiefenwirkung und erreicht somit auch die inneren Organe oder Knochen, die mit anderen Methoden nicht erreicht werden können. In wissenschaftlichen Studien konnte z.b. auch nachgewiesen werden, dass eine Magnetfeldtherapie die Heilung eines Knochenbruchs deutlich beschleunigt.

Somit sind die Einsatzmöglichkeiten sehr breit. Die PMT findet bei folgenden Erkrankungen ihre Anwendung:

  • Degenerative Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Akute und chronische rheumatische Beschwerden
  • Sportverletzungen
  • Wund- und Knochenheilung
  • Osteoporose
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Neuralgien
  • Durchblutungsstörungen

Im weiteren Sinne führt die PMT zu:

  • Vermehrter Sauerstoffzufuhr
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Entspannung der Muskulatur
  • Vegetative Beruhigung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Vitalisierend
  • Einsparung von Medikamenten mit ihren möglichen Nebenwirkungen

Die Behandlungsdauer beträgt 10 -20 Minuten und richtet sich nach den Beschwerden. Eine Ganzkörperbehandlung ist möglich und zum Teil wünschenswert, da mehrere Krankheitszustände gleichzeitig behandelt werden können. Bei chronischen Beschwerden ist eine Langzeitbehandlung zu empfehlen. Auch vorbeugende Behandlungen sind möglich und unter Umständen sinnvoll.


T.E.N.S.

Transcutane elektrische Nervenstimmulation

Bereits die Ägypter bedienten sich, wie der römische Leibarzt des Kaisers Claudius, Scribonius Largus berichtete, der Elektrizität von Fischen, um schmerzhafte Erscheinungen der Gicht zu lindern.
Aber erst im 18. Jahrhundert war die technische Entwicklung soweit fortgeschritten, dass elektrischer Strom für eine kurzzeitige Analgesie (Aufhebung des Schmerzgefühls) eingesetzt werden konnte. Sie wurde erstmals im Jahre 1850 in den USA von Dr. Oliver erfolgreich angewandt.
Das Aufkommen der volatilen Narkosemittel verdrängte jedoch dieses Verfahren zunächst. Erst die Schmerzforschung der 60er Jahre und speziell die Gate-Control-Theorie weckte erneut das Interesse der elektrischen Schmerztherapie. Nach dem dieses neue Verfahren 1967 erstmals Anklang und dauerhafte Erfolge in den USA präsentierte wurde es über Skandinavien in Deutschland eingeführt.
Inzwischen hat die TENS-Therapie in nahezu allen schmerztherapeutischen Institutionen Eingang gefunden und wird in naher Zukunft viele Medikamente teilweise oder sogar vollkommen ersetzen können.
Das Verfahren basiert auf der Theorie der Gegenirritation. Auf die Haut werden Elektroden geklebt über die Stromreize gesetzt werden, mit denen die Schmerzempfindung überdeckt wird.
Die elektrischen Reizparameter wie Amplitude, Impulsdauer, Frequenz und die richtige Plazierung der Elektroden müssen bei jedem Patienten individuell erarbeitet werden.

Mit elektrischem Strom kann z. B. auf der Ebene des Hinterhorns die Weiterleitung von nozizeptiven Informationen gehemmt werden. Das geschieht durch die Erregung der schnell leitenden Fasern der peripherer Nerven.

TENS fördert zusätzlich die Bildung von Endorphinen. Endorphine sind vom Körper hergestellte Stoffe, die Ähnlichkeit mit Morphinen besitzen und deshalb auch zur Schmerzlinderung beitragen.

Computertomographie

Eine CT-Untersuchung erfolgt durch ein spezielles Röntgengerät. Dabei durchdringt nicht wie bei einer konventionellen Röntgenaufnahmen ein gebündelter Strahl aus einer Einstrahlrichtung den Körper, sondern es werden mehrere Bündel von Strahlen fächerförmig aus verschiedenen Winkeln eingestrahlt.

Je nachdem, welches Gewebe die Strahlen durchdringen, werden sie mehr oder weniger stark abgeschwächt. Strahlendetektoren messen die Stärke der Strahlen nach ihrem Durchtritt durch die untersuchte Körperregion, wandeln sie in elektrische Impulse um und senden sie an einen Computer zur Auswertung.

Diese Daten verarbeitet der Computer und formt sie in scheibenförmige zweidimensionale Bilder um. Sie erscheinen auf einem Bildschirm, oder werden später auf einem belichteten Film näher betrachtet.

CT-Bilder sind detaillierter als normale Röntgenbilder und ermöglichen im Unterschied zum Summationsbild der konventionellen Röntgenaufnahmen (Übereinanderprojektion von Organen) eine projektionsfreie Darstellung von Körperstrukturen. Es ist sogar möglich, dass der Computer aus den Aufnahmen lückenlos dreidimensionale Bilder rekonstruiert. 

Der Arzt sieht damit die gescannte Struktur aus verschiedenen Winkeln.

Zur besseren Darstellung der Strukturen kann über eine Vene ein Kontrastmittel eingebracht werden oder zur deutlicheren Abgrenzung von Organen des Bauchraumes eine Kontrastmittellösung getrunken werden.

Am Anfang wurde die Computertomographie nur zur Untersuchung des Gehirns benutzt. Heute wird die CT zum Abtasten und Beobachten (Scannen) aller Körperregionen verwendet.

Die Technik der CT eignet sich besonders zum Nachweis von Veränderungen in Bereichen:

  • des Kopfes : Blutungen, Erweiterungen von Blutgefäßen (Aneurysmen), Gehirntumoren oder Hirnschäden, Schädelfrakturen
  • des Bauch- und Brustraums : Vor allem bei Tumoren , krankhaften Veränderungen der Organe (Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lungen usw.) und des Gefäßsystems
  • der Wirbelsäule : Bandscheibenvorfälle, Skelettveränderungen


Kernspintomographie

Im Gegensatz zu den üblichen Röntgenverfahren und auch der Computer­tomographie zeichnet sich die Magnetresonanztomographie (= MRT = Kernspintomographie) durch ihre strahlungsfreie Bildgebung aus. Die Kontrastgebung ist nicht von der Dichte des Stoffes abhängig, sondern von dem Gehalt an Wasserstoffprotonen. Somit ist eine hochauflösende Darstellung sämtlicher Weichteile und auch Knochen möglich. Der zusätzliche Einsatz von Kontrastmitteln (Gadolinium-DTPA) als Perfusionsmarker ermöglicht eine Beurteilung der Vitalität der Gewebe. So ist eine Abgrenzung zwischen Nekrose, Tumor und Entzündung möglich.

Indikationen in der Orthopädie sind:

  1. Erkrankungen der Wirbelsäule (Wirbelkörper, Wirbelgelenke, Bandscheiben und Nervenwurzeln)
  2. Verletzungen und Veränderungen im Bereich sämtlicher Gelenke (z. B. Meniskusverletzungen im Kniegelenk)
  3. Knochen- und Weichteiltumore, Nekrosen und Entzündungen.


Optimetric

Mit einen neuen Verfahren können Wirbelsäulen- und Beckenschiefstände, sowie unterschiedliche Beinlängen ohne belastende Strahlungen ermittelt werden.

Um eine Funktionsstörung der Wirbelsäule definitiv feststellen zu können, bedarf es genauer Kenntnisse über die Bewegungsabläufe und Bewegungsmuster von Skelett und Muskelsystem. Während Ärzte manuell das heißt durch Abtasten feststellen, um welche Art der Beeinträchtigung es sich beim jeweiligen Patienten handelt, zieht die Physiotherapie noch die Auswirkungen in den alltäglichen Bewegungen und Reflexen mit in ihre Betrachtungsweise hinein.
Bildgebende Methoden wie Röntgen und Computertomogramm (CT) eignen sich nur für eine statische Untersuchung, sie sagen nur relativ wenig über das vorhandene Bewegungsausmaß aus. Diese bildgebenden Verfahren stellen den Zustand von Knochen und Weichteilen dar, eine Funktionsuntersuchung ist jedoch nicht möglich. Um eine erfolgreiche physikalische Therapie zu erarbeiten ist es für Diagnose und Verlaufsbeurteilung zum Beispiel von Wirbelsäulenverkrümmungen entscheidend welche Aufgaben die Wirbelsäule bei Belastung übernehmen kann.

Mit der Optrimetric, so heißt die 3D-Wirbelsäulenmessung in der Fachsprache, ist dies nun möglich festzustellen, ob die Wirbelsäule in der Lage ist, Belastungsänderungen harmonisch abzufangen oder ob es zu krankhaften Bewegungsabläufen kommt. Da es sich um ein rein optisches Verfahren handelt entsteht auch keine Belastung durch eine Bestrahlung, wie zum Beispiel durch Röntgenstrahlen.

Zur Wirbelsäulenmessung stellt sich der Patient mit freiem Rücken auf eine ähnliche Konstruktion wie eine Standwaage. Das eigentliche Geschehen spielt sich nun in seinem Rücken ab. Eine spezielle, höhenverstellbare Fotolinse fährt die Wirbelsäule entlang und gibt durch eine Art Landkartenkartographie des Rückens ein genaues Bild über die Stellung der einzelnen Wirbelkörper in ihrer Gesamtheit und im Vergleich zum Beckenknochen an.
Auf dem Rücken des Patienten wird ein Linienraster projiziert, das durch die Wölbung des Rückens abgelenkt wird. Das so verzerrt dargestellte Bild wird von einer Kamera aufgenommen und die Abweichungen zum Originalraster werden per Computer gemessen. Mit Hilfe der Geometrie werden die Abweichungen auf die Form des Rückens mit einer Genauigkeit von deutlich unter 1 mm zurück gerechnet.
Durch minimales Kippen und Höhenverstellen der Bodenplatte auf der der Patient steht, kann nun anhand des Rasters festgestellt werden, wie die Wirbelsäule auf Belastung reagiert. So wird eine Diagnose über Stellung, Form und Funktion der Wirbelsäule gestellt.

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